• Artenarmer Rollrasen

  • Wiese mit Gänseblümchen (Bellis perennis)

  • Gundermann (Glechoma hederacea) und Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) sind in Blüte

  • Eine Wildbiene beim Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys)

  • Insektenbesuch beim Weissklee (Trifolium repens)

  • Die Wiesenmargeriten (Leucanthemum vulgare) blühen

  • Blumenwiese im Juli

Wie man aus einer artenarmen Rasenödnis eine für Insekten attraktive Blumenwiese macht?

  • Fangen Sie klein an!

    Nehmen Sie sich anfangs nur eine kleine besonnte Fläche vor, die Sie umgestalten. Zum Beispiel ein Quadrat von 5 m x 5 m in der Gartenmitte. Alternativ beginnen Sie mit einem sonnigen Randstreifen und mähen die Gartenmitte wie bisher, um dort weiterhin eine Spiel- und Sportfläche zu haben. Wenn es geklappt hat, aus Ihrer Rasenfläche eine artenreichere Wiese zu schaffen, dann erweitern Sie die Flächen im nächsten Jahr.

  • Schicken Sie Ihren Rasenmäher in den Urlaub!

    Mähen Sie die Rasenflächen nur noch wenige Male im Jahr. Im Idealfall nur noch zweimal pro Jahr. Einmal Ende Juni/ Anfang Juli, ein zweites Mal im Spätherbst. Evtl. brauchen Sie dafür eine Sense.
    Ganz wichtig, entfernen Sie das gesamte Mähgut und düngen Sie den Rasen nicht mehr. Über die Luft erhält der Rasen schon genügend Stickstoff.

  • Lassen sie die Rasenflächen nährstoffarm, d.h. "mager", werden!

    Denn die Blühpflanzen, die eine Wiese für Insekten attraktiv machen, lieben „magere“ Verhältnisse. Das ist je nach Ausgangssituation der schwierigste Punkt.

    Haben Sie beispielsweise einen englischen Rasen in ihrem Garten, der jahrelang unkrautfrei gehalten wurde und regelmäßig Düngung bekommen hat, dann wird aus diesem Rasen, wenn man ihn nicht mehr regelmäßig mäht, noch lange keine artenreiche Blumenwiese. Allenfalls machen sich Löwenzahn, Wegerich und andere stickstoffliebende Pflanzen breit. In diesem Fall schaffen Sie zunächst auf kleiner Fläche (siehe oben) nährstoffarme Verhältnisse, indem Sie die Grasnarbe abtragen und den darunterliegenden Boden großzügig mit Sand vermengen.

    Anders kann man vorgehen, wenn die umzugestaltene Fläche bereits nährstoffarm ist und Lücken aufweist. In diesem Fall reicht es, innerhalb der lückigen Stellen den Boden aufzulockern.

  • Säen Sie Wildblumen-Samenmischungen heimischer Herkunft ein!

    Die Wildblumen-Samenmischungen haben Sie zuvor im Fachhandel* erworben. Die meisten im Baumarkt erhältlichen Blumenwiesen-Samenmischungen sind für die Anlage einer Blumenwiese, die über Jahre Bestand haben soll, ungeeignet. Denn sie enthalten häufig Saatgut für einjährige Pflanzen und oft auch Samen nicht-heimischer Pflanzen, die sich schwer tun, hier zu wachsen.

    Die Samenmischungen benötigt man deshalb, weil in Ihrer Umgebung vermutlich keine Wiesen mit Wildblumenbestand vorhanden sind, von denen Samen in Ihren Garten gelangen könnten. Alternativ können  Sie auch anstelle von gekauftem Saatgut Wildblumen-Samen, die Sie in der Natur (jedoch nicht in Schutzgebieten) gesammelt und danach getrocknet haben, einbringen.

    Säen Sie in die Flächen, die Sie zuvor mit Sand ausgehagert haben. Die Aussaat können Sie von April bis September durchführen. Bei trockenem Wetter, bitte das Gießen nicht vergessen.

    * Bezugsquellen:  Fa. Rieger-Hofmann GmbH (für Großabnehmer), Fa. Syringa Pflanzen, Versand für Duftpflanzen, Kräuter und Samen,  Fa. Bingenheimer Saatgut, Fa. Saaten Zeller

  • Seien Sie geduldig!

    Geben Sie Ihren Flächen Zeit, sich zu entwickeln, und beobachten Sie, welche Pflanzen sich durchsetzen und welche nicht so gut wachsen.