Jede Blüte zählt!

Das Insektensterben ist in aller Munde. In Gärten und auf Balkonen werden Insektenhotels aufgestellt. Wer keines selber bauen kann und will, trifft in Baumärkten und Gartencentern auf eine große Auswahl von Nisthilfen für Sand- und Wollbienen, Hummeln, Schmetterlinge, etc.

Mangel an Pollen und Nektar

Zwar ist damit ein Schritt in die richtige Richtung getan. Doch gelöst ist das Problem des Artenrückgangs noch lange nicht. Denn den Insekten mangelt es nicht nur an Nistplätzen, sondern vor allem an Pollen und Nektar. Diese können sie in den Gärten von heute mit kurz gehaltenen Rasenflächen, immergrüner Hecke und kaum Blütenangebot kaum mehr finden.

Insekten, gleich ob es sich um Honigbienen, Solitärbienen, Hummeln, Schmetterlinge  oder andere handelt, brauchen in erster Linie Nahrung. Und das kontinuierlich, das ganze Jahr über.

Dabei ist es ganz einfach, den Garten ohne viel Aufwand insektenfreundlich zu machen:

Wichtig ist es, den Insekten ein möglichst vielfältiges Pflanzenspektrum im Garten anzubieten und sich nicht auf ein paar wenige Pflanzenarten und -sorten zu beschränken.

Gartenspaziergängerin

PS: Manche der genannten Pflanzen neigen dazu,  wenn sie einmal im Garten eingepflanzt wurden,  sich sehr zu verbreiten. Entweder durch Versamung und/oder durch  horstartiges Wachstum.

Dazu gehören u.a.  der Wilde Dost (Origanum vulgare), die Zitronenmelisse (Melissa officinalis), die Berg-Flockenblume (Centaurea montana), die pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) und viele Storchschnabelarten wie z.B. der Braune Storchschnabel  (Geranium phaeum).

Vergißmeinnicht (Myosotis sylvatica), Natternkopf (Echium vulgare) u.a. zählen zu den zweijährigen Arten, die nach der Blüte absterben, sich in der Regel aber gut  versamen, somit auch immer wieder neue Pflanzen bilden und im Garten präsent bleiben.