Hier ist Naschen ausdrücklich erlaubt.

Im Herbst bis Anfang November gibt es frische Walnüsse auf dem Markt.  Wenn man Glück hat, stammen die von einheimischen Walnussbäumen.
Seit der Bronzezeit werden Walnussbäume (Juglans regia) bei uns kultiviert. Man findet sie in Bauerngärten, als Einzelbäume in der Feldflur, aber auch wild wachsend in Auen- oder in Hangwäldern. Allerdings reifen die Früchte nur dort, wo das Klima mild genug ist und es keine Spät- und Frühfröste gibt.

Die Nutzung des Gehölzes ist vielfältig. Das Nussbaumholz gilt als wertvolles Möbelholz. Nussschalen dienen bis heute als probates Mittel zum Färben der Haare. Die getrockneten Blätter kommen wegen ihres Gerbstoffgehaltes als äußeres Mittel bei Hauterkrankungen zum Einsatz und wirken entzündungshemmend. Im Mittelalter verwendete man gedörrte grüne Nussschalen und Blätter aufgrund des enthaltenen Bitterstoffs auch als Ersatz für den damals teuren Pfeffer.

Doch in erster Linie ist das Innere der Walnüsse ein äußerst wohlschmeckendes Nahrungsmittel. Es findet in der Küche vielfache Verwendung, zum Beispiel als Bestandteil von Müslis und Salaten oder als Brot- und Kuchenzutat.

Walnüsse schmecken nicht nur gut, sondern sind auch besonders gesund. Das liegt an ihrem hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren wie beispielsweise der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Wer viel mehrfach ungesättigte Fettsäuren aufnimmt, der senkt die Konzentration von unerwünschten LDL-Cholesterin im Blut. Dies wiederum ist positiv für die Blutgefäße und vermindert das Risiko, z. B. einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Schon eine Handvoll Walnüsse am Tag sollen ausreichend sein.